Literaturtalk am 5. Januar 2020 um 19:00h

Der Halbart von Charles Lewinsky (Diogenes Verlag)

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Der Halbbart

Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es  nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.

Ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.

Charles Lewinsky

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger. Sein jüngster Roman ›Der Halbbart‹ stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.Auszeichnungen

  •  Der Halbbart auf der Longlist des ›Deutschen Buchpreises‹, 2020
  •  Der Halbbart auf der Shortlist des ›Schweizer Buchpreises‹, 2020
  •  Andersen auf der Shortlist des ›Schweizer Buchpreises‹, 2016
  •  Kastelau auf der Longlist des ›Deutschen Buchpreises‹, 2014
  •  Gerron für den ›Schweizer Buchpreis‹ nominiert, 2011
  •  ›Prix Lipp‹ für Melnitz, Genf, 2009
  •  ›Prix du meilleur livre étranger‹ für Melnitz, Paris, 2008
  •  ›Best Foreign Novel‹ für Melnitz, Foreign Literature Learned Society, Peking, 2008
  •  Melnitz wird als ›Bester deutscher Roman 2006‹ von der ›Jury für den besten fremdsprachigen Roman des Jahres im 21. Jahrhundert‹ in China ausgezeichnet., 2007
  •  ›Preis der Schweizerischen Schillerstiftung‹ für Johannistag, 2001

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„Grand Hotel Europa“ von Ilja Leonard Pfeijffer (Piper Verlag)

Die mitreißende Liebeserklärung eines selbstironischen, philosophierenden Europäers „Mit ›Grand Hotel Europa‹ hat der Niederländer Ilja Leonard Pfeijffer einen europäischen Gesellschaftsroman geschrieben, voller Ironie und Witz.“ Welt am Sonntag

Ein junger Page, Abdul, empfängt den Schriftsteller auf den Marmorstufen des Eingangsportals, über dem in goldenen Lettern der Name „Grand Hotel Europa“ zu lesen ist. Sie rauchen eine erste Zigarette und kommen miteinander ins Gespräch. Der Schriftsteller spricht von Venedig und von Clio, seiner großen Liebe, die ihn verlassen hat. Nun ist er hier, bezieht sein Zimmer in diesem geheimnisvollen Hotel, und während er die eleganten Gäste kennenlernt, fragt er sich, wie er Clio zurückgewinnen kann. – „Grand Hotel Europa“ erzählt von einem alten Kontinent, auf dem vor lauter Geschichte kein Raum für die Zukunft ist und die einzige Perspektive der Tourismus. Es ist ein Roman über unsere europäische Identität und die Nostalgie am Ende einer Ära.

Ilja Leonard Pfeijffer, geboren 1968 in Rijswijk/NL, schreibt Romane, Geschichten, Gedichte, Kolumnen, Essays, Theaterstücke und Songtexte. 2008 übersiedelte er nach Genua, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. 2014 erhielt er den Libris Literatuur Prijs für seinen vierten Roman „Das schönste Mädchen von Genua“, der allein in den Niederlanden 80.000 Exemplare verkauft hat und zurzeit verfilmt wird.

„Grand Hotel Europa“ steht seit seiner Publikation 2018 in den Niederlanden an der Spitze der Bestsellerliste und wird von Kritikern und Lesern gleichermaßen geschätzt.

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„Olympia“ von VOLKER KUTSCHER

Der achte Rath-RomanEin absolutes lesenswerter und spannender Rath-Romanwelcher welcher sich während den Olympischen Spiele in Berlin dreht. Die Zeiten sind andere und es wird immer schwieriger für Gereon und Charly in Nazi Deutschland zu arbeiten….und dazu die Mordfälle die Gereon (aus der Vergangenheit) einholen…Berlin, Sommer 1936.

Inmitten der Olympiabegeisterung muss Gereon Rath verdeckt einen Todesfall im olympischen Dorf aufklären. Die Machthaber befürchten, dass Kommunisten die Spiele sabotieren. Rath hat seine Zweifel und ermittelt eher lustlos, zumal er private Probleme hat: Er ist Gastgeber amerikanischer Olympiatouristen, und seine Ehefrau Charly hat die gemeinsame Wohnung unter Protest verlassen.

Dann findet er im olympischen Dorf einen Mitarbeiter mit kommunistischer Vergangenheit, der auch am Tatort war. Während der Verdächtige brutalen Verhören der SS ausgesetzt ist, geschieht ein zweiter Mord. Rath ermittelt fieberhaft, um weitere Todesfälle zu verhindern, und ahnt nicht, dass sein eigenes Todesurteil längst gefällt ist. Spannung pur!

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„Wo wir zuhause sind“ von Maxim Leo

.Ein bemerkenswertes Buch über die jüdische Familie von Maxim Leo. Ein sehr gutes Buch von einem guten und sympathischen Schriftsteller. Wo wir zu Hause sindDie Geschichte meiner verschwundenen FamilieDie wahre Geschichte einer jüdischen Familie, die auf der Flucht vor den Nazis in alle Winde zerstreut wurde, und deren Kinder und Enkel zurückfinden nach Berlin, in die Heimat ihrer Vorfahren.

Nach Israel gingen Irmgard und Hans, zwei Berliner Jura-Studenten, die 1934 ins gelobte Land auswanderten und in einem Kibbuz unweit der Golan-Höhen ihre Kinder großzogen.

In England trifft Maxim Leo die Familie von Hilde, die als Schauspielerin in kleinen Theatern arbeitete und in jungen Jahren Fritz Fränkel heiratete, Gründer der KPD, Freund Walter Benjamins, mit dem sie nach Frankreich emigrierte. Später floh Hilde mit ihrem Sohn nach London, wo sie es bis zur Millionärin brachte.

In Frankreich wohnt Leos Tante Susi, deren Mutter Ilse im Internierungslager Gurs ihre große Liebe kennenlernte und bis zum Kriegsende im Untergrund lebte. Auf der Suche nach der Vergangenheit seiner Familie entdeckt Maxim Leo eine Zusammengehörigkeit, die keine Grenzen kennt. Und auch seine Cousins und Cousinen, die Enkel von Irmgard, Hilde und Ilse, spüren eine seltsame Verbindung zu ihrer verlorenen Heimat. Es zieht sie zurück nach Berlin, in die Stadt ihrer Vorfahren, die sie neu entdecken und erfahren.

Nach „Haltet euer Herz bereit“ legt Bestseller-Autor Maxim Leo erneut eine packende Familiengeschichte vor, spannend und herzergreifend.Maxim Leo, 1970 in Ost-Berlin geboren, ist gelernter Chemielaborant, studierte Politikwissenschaften, wurde Journalist.

Heute schreibt er Kolumnen für die Berliner Zeitung, gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über sprechende Männer und Alterspubertierende, außerdem Drehbücher für den »Tatort«. 2006 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Für sein autobiografisches Buch »Haltet euer Herz bereit« wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi »Waidmannstod.

Der erste Fall für Kommissar Voss«, 2015 »Auentod«.

Maxim Leo lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin. #MaximLeo Verlag Kiepenheuer & Witsch#wowirzuhausesind#zeevrosenberg#literaturtalk

Cover: KiWi Verlag

„Connaisseur“ von Martin Walker

Der zwölfte Fall für Bruno, Chef de policeAus dem Englischen von Michael WindgassenBruno ist neu Mitglied einer Weinund Trüffelgilde. Doch lange kann er die pâtés und Monbazillacs nicht verkosten, denn er wird an einen Unfallort gerufen.

Auf dem Anwesen des ältesten Gildenmitglieds ist eine Studentin, die in dessen Gemäldesammlung recherchierte, nach einem nächtlichen Rendezvous zu Tode gestürzt. Oder war es Mord? Eine Spur führt Bruno zum Schloss einer berühmten Tänzerin und Résistance-Heldin: Josephine Baker.

Martin WalkerMartin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung ›The Guardian‹. Er ist im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager in Washington.

Seine ›Bruno‹-Romane erscheinen in 18 Sprachen.

Diogenes Verlag #zeevrosenberg #martinwalker #brunochefdepolice #Perigord

Foto: Diogenes Verlag

„Der Sprung“ von Simone Lappert

Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Was geht in ihr vor? Will sie springen? Die Polizei riegelt das Gebäude ab, Schaulustige johlen, zücken ihre Handys. Der Freund der Frau, ihre Schwester, ein Polizist und sieben andere Menschen, die nah oder entfernt mit ihr zu tun haben, geraten aus dem Tritt.

Sie fallen aus den Routinen ihres Alltags, verlieren den Halt – oder stürzen sich in eine nicht mehr für möglich gehaltene Freiheit.Ein sehr gutes und interessantes Buch welches nicht über den Sprung erzählt, sondern um das drum herum der Menschen. Sehr ehrlich und gut geschrieben, von einer sehr sympathischen Schriftstellerin. Simone Lappert, geboren 1985 in Aarau in der Schweiz, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel.

Mit ihrem Debütroman ›Wurfschatten‹ stand sie auf der Shortlist des ›aspekte‹-Preises. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt ›Babelsprech.International‹.

2019 erschien der Roman ›Der Sprung‹, der für den Schweizer Buchpreis nominiert war.

Sie lebt und arbeitet in Zürich.

Simone Lappert Diogenes Verlag #dersprung

Foto/Cover: Diogenes Verlag

„Drei“ / Shalosh von Dror Mischani

Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Eine dritte Frau sucht etwas ganz anderes. Sie alle finden denselben Mann. Es gibt vieles, was sie nicht über ihn wissen, denn er sagt ihnen nicht die Wahrheit.

Aber auch er weiß nicht alles über sie.Ein sehr gutes und spannendes Buch welches sich absolut lohnt zu lesen.Weitere Bücher von Dror Mishani sind: Vermisst, Die Möglichkeit eines Verbrechens und Die schwere HandDror Mishani, geboren 1975 in Cholon bei Tel Aviv, wurde mit seinen Kriminalromanen rund um Inspektor Avi Avraham international bekannt. Neben dem Schreiben ist er Literaturwissenschaftler, sein Spezialgebiet ist die Geschichte der Kriminalliteratur. Mit ›Drei‹ gelang Dror Mishani der Durchbruch, der Roman wurde in Israel zu einem Mega-Bestseller und einem literarischen Phänomen, eine Verfilmung ist geplant.

Dror Mishani lebt mit seiner Familie in Tel Aviv. Das Buch „Drei“ ist im Diogenes Verlag erschienen.

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Aus dem Hebräischen von Markus Lemke / Foto Cover: Diogenes Verlag

„Wir holen alles nach“ von Martina Borger

Job und Kind unter einem Hut – die alleinerziehende Sina jongliert damit seit Jahren. Seit kurzem wird sie von ihrem neuen Partner Torsten dabei unterstützt. Und sie haben Ellen, Ende sechzig, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und das hat, was sich Sinas Sohn Elvis so wünscht: Zeit, Geduld – und einen Hund. Doch dann widerfährt dem sensiblen Jungen etwas Schlimmes. Da er sein Geheimnis nicht preisgibt, spinnt sich ein fatales Netz aus Gerüchten um die kleine Patchworkfamilie.Eine tolles Buch geschrieben von einer sehr netten und sympathischen Schriftstellerin. Kann das Buch wärmstens empfehlen. Diogenes Verlag#martinaborger#wirholenallesnach#buchempfehlung#literaturtalk#zeevrosenberg